dijous, 15. maig 2008
Salvo salvia
dijous, 15. maig 2008
Im letzten Juli weilte ich, flankiert von Felix und meinem hermanito Christian für 14 Tage hier. Nur zu Recherchezwecken, versteht sich.
Auch in Santa Gertrudis, meinem derzeitigen Dörfchen verweilten wir bei Speis & Trank. Auf dem Kirchplatz gibt's drei Bars und ein Restaurant zur Auswahl. Im Restaurant 'Santa Gertrudis' wischt der Chef aber gerne mal Tische & Aschenbecher mit dem selben Lappen, wodurch er sich leider selbst disqualifiziert. "Scheiß die Wand an", würde Carlo Tränhardt sagen. Die Bar 'Can Ulivans' renoviert seit ungefähr Anfang des Milleniums & fällt daher ebenfalls aus. Sollte dann auch noch Dienstag sein - Ruhetag in der 'Bar Costa' - bleibt nur noch das 'Es Cantó'.
Dort kehrten auch Felix, Christian & ich ein, da es beim Schinken-Miguel in der Bar Costa gesteckt voll war. Einer Bar gemäß gab's dort preiswerte Brötchen & Tapas, sowie interessanterweise einen Fisch, mit dessen Namen (Sirbia, Sylvia o.s.ä.) wir nichts anfangen konnten. Von Forschergeist beseelt bestellten meine Begleiter furchtlos den bis dahin unentdeckten Fisch. Der entpuppte sich als große Enttäuschung & kam als Seelachs daher. So dachten wir zumindest.
Die Küche der Bar hat einen gewissen Ruf auf der Insel. Der rührt aber weniger von deren Qualität her, sondern eher davon, daß bis vor wenigen Jahren die Speisen auf dem Grill hinter der Theke zubereitet wurden - Man stelle sich bitte einen Grill im 'Durst' in der Kölner Weidengasse vor...
Die Enttäuschung über den uns nicht näher vorgestellten Fisch verwandelte sich in Unglauben, als die Rechnung kam. Die schlappen verkochten Fischfladen sollten ungefähr so viel kosten wie die komplette Inneneinrichtung des Lokals.
Aufgrund unserer unterirdischen Spanischkenntnisse & der Scham unserer Blödheit wegen protestierten wir nur zaghaft, zahlten dem Beutelabschneider sein Wergeld & schworen, diese Räuberhöhle niemals mehr zu betreten.
Seitdem habe ich auf allen erdenklichen Wegen herauszufinden versucht, welchen Fisch uns der Seeräuber verkauft haben wollte. Leider konnten weder Taucher noch Angler oder Nachschlagewerke in Castellano, Catalá oder Latein das Rätsel lösen. War es eine noch unbekannte Art des Quastenflossers? Ein Stückchen Badeopfer? Oder Flipper? Eine schier unlösbare Frage.
Bis vergangenen Dienstag hielt ich mich an den Blutschwur, 'Es Cantó' zu meiden, mußte ihn aber, da Costa geschlossen hatte, brechen, um nicht direkt auf der plaza de la iglesia wegen fortgeschrittener Dehydrierung mein Leben auszuhauchen. Die Morgenzeitung, die im 'Es Canto' auslag, lese ich eigentlich nie. 'Typisch für den Scheißladen' dachte ich & grifff zur ultima hora - Es gab nichts anderes.
Was finde ich auf der letzten Seite in einem Bericht über einen Umwelt-Fotowettbewerb?
'La imagen ganadora es una SALVIA o PEZ LIMON.
Heureka! Sylvia war eine salvia, kommt nur noch seeeeehr selten vor & steht natürlich unter Artenschutz. Morgen gibt's wahrscheinlich Buckelwal.
Und Sylvia hat aber doch wie Seelachs geschmeckt...
NACHTRAG:
Sylvia war übrigens ein Zackenbarsch...
Auch in Santa Gertrudis, meinem derzeitigen Dörfchen verweilten wir bei Speis & Trank. Auf dem Kirchplatz gibt's drei Bars und ein Restaurant zur Auswahl. Im Restaurant 'Santa Gertrudis' wischt der Chef aber gerne mal Tische & Aschenbecher mit dem selben Lappen, wodurch er sich leider selbst disqualifiziert. "Scheiß die Wand an", würde Carlo Tränhardt sagen. Die Bar 'Can Ulivans' renoviert seit ungefähr Anfang des Milleniums & fällt daher ebenfalls aus. Sollte dann auch noch Dienstag sein - Ruhetag in der 'Bar Costa' - bleibt nur noch das 'Es Cantó'.
Dort kehrten auch Felix, Christian & ich ein, da es beim Schinken-Miguel in der Bar Costa gesteckt voll war. Einer Bar gemäß gab's dort preiswerte Brötchen & Tapas, sowie interessanterweise einen Fisch, mit dessen Namen (Sirbia, Sylvia o.s.ä.) wir nichts anfangen konnten. Von Forschergeist beseelt bestellten meine Begleiter furchtlos den bis dahin unentdeckten Fisch. Der entpuppte sich als große Enttäuschung & kam als Seelachs daher. So dachten wir zumindest.
Die Küche der Bar hat einen gewissen Ruf auf der Insel. Der rührt aber weniger von deren Qualität her, sondern eher davon, daß bis vor wenigen Jahren die Speisen auf dem Grill hinter der Theke zubereitet wurden - Man stelle sich bitte einen Grill im 'Durst' in der Kölner Weidengasse vor...
Die Enttäuschung über den uns nicht näher vorgestellten Fisch verwandelte sich in Unglauben, als die Rechnung kam. Die schlappen verkochten Fischfladen sollten ungefähr so viel kosten wie die komplette Inneneinrichtung des Lokals.
Aufgrund unserer unterirdischen Spanischkenntnisse & der Scham unserer Blödheit wegen protestierten wir nur zaghaft, zahlten dem Beutelabschneider sein Wergeld & schworen, diese Räuberhöhle niemals mehr zu betreten.
Seitdem habe ich auf allen erdenklichen Wegen herauszufinden versucht, welchen Fisch uns der Seeräuber verkauft haben wollte. Leider konnten weder Taucher noch Angler oder Nachschlagewerke in Castellano, Catalá oder Latein das Rätsel lösen. War es eine noch unbekannte Art des Quastenflossers? Ein Stückchen Badeopfer? Oder Flipper? Eine schier unlösbare Frage.
Bis vergangenen Dienstag hielt ich mich an den Blutschwur, 'Es Cantó' zu meiden, mußte ihn aber, da Costa geschlossen hatte, brechen, um nicht direkt auf der plaza de la iglesia wegen fortgeschrittener Dehydrierung mein Leben auszuhauchen. Die Morgenzeitung, die im 'Es Canto' auslag, lese ich eigentlich nie. 'Typisch für den Scheißladen' dachte ich & grifff zur ultima hora - Es gab nichts anderes.
Was finde ich auf der letzten Seite in einem Bericht über einen Umwelt-Fotowettbewerb?
'La imagen ganadora es una SALVIA o PEZ LIMON.
Heureka! Sylvia war eine salvia, kommt nur noch seeeeehr selten vor & steht natürlich unter Artenschutz. Morgen gibt's wahrscheinlich Buckelwal.
Und Sylvia hat aber doch wie Seelachs geschmeckt...
NACHTRAG:
Sylvia war übrigens ein Zackenbarsch...
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Duftorgel Eivissa
dijous, 15. maig 2008
Nähert man sich aus nördlicher Richtung der Stadt Eivissa, wird man wie in der Kosmetikabteilung von Karstadt von den verschiedensten Düften gefangengenommen. Es sind allerdings nicht mehr das salzige Aroma des Meeres oder die herben Kräuter des Sumpflands, es sind die wie an einer Perlenkette aufgereihten Einrichtungen der GESA (hiesige Stadtwerke): Müllverbrennungsanlange, Klärwerk & Asphaltfabrik. Je nach Wetter wird man also mit dem Geruch von Verbranntem (schlecht gefiltert), Verschwefeltem (geteert) oder Verschiedenem (schlecht geschissen) begrüßt. Wenn es eine wie auch immer geartete höhere Gewalt gibt, sollte sie unter allen Umständen verhindern, daß nach tagelangen Regenfällen Flaute eintritt: Wenn der Geruch von Müllverbrennung sich mit dem der übergelaufenen Kläranlage mischt, passiert wahrscheinlich dasselbe wie beim Kreuzen der Photonenkanonen in Ghostbusters.
Who you gonna call?!?
Who you gonna call?!?
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Montag.
dijous, 15. maig 2008
Den fünften Tag in Folge regnet es nun. Pflanzen & Wasserspeier freuen sich; Ladenbesitzer reiben sich die Hände, weil die Touristen nicht "am Beach" sind, sondern einkaufen gehen.
Wenn der Himmel den ganzen Tag grau verhangen ist & Autos mittags mit abgeblendeten Scheinwerfern vorbeifahren, fühlt man sich doch fast wie in Deutschland im Frühling. Aber wie wird Mayor Quimby in Folge 10 der neuen Simpsons-Staffel sagen? "There there, Cheesy Mc Mayor, no one loves weepy meat."
Dieses Zitat möchte ich ebenfalls posthum zum Motto der diesjährigen fiesta medieval erheben, die, zu 90% aus Freßständen bestehend, buchstäblich den Fluten zum Opfer gefallen ist. Was oder wer nicht von den Wassermassen fortgespült wurde, erfuhr den süßen Duft von Tod & Verderben, weil die benachbarte Kläranlage übergelaufen war.
Sehr authentisch das Ganze für ein Mittelalterfest, aber schon irgendwie scheiße gelaufen.
Wenn der Himmel den ganzen Tag grau verhangen ist & Autos mittags mit abgeblendeten Scheinwerfern vorbeifahren, fühlt man sich doch fast wie in Deutschland im Frühling. Aber wie wird Mayor Quimby in Folge 10 der neuen Simpsons-Staffel sagen? "There there, Cheesy Mc Mayor, no one loves weepy meat."
Dieses Zitat möchte ich ebenfalls posthum zum Motto der diesjährigen fiesta medieval erheben, die, zu 90% aus Freßständen bestehend, buchstäblich den Fluten zum Opfer gefallen ist. Was oder wer nicht von den Wassermassen fortgespült wurde, erfuhr den süßen Duft von Tod & Verderben, weil die benachbarte Kläranlage übergelaufen war.
Sehr authentisch das Ganze für ein Mittelalterfest, aber schon irgendwie scheiße gelaufen.
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dilluns, 5. maig 2008
Wie sich die Gegenteile doch anziehen
dilluns, 05. maig 2008
Vor gut zwei Wochen habe ich mich einer Laufgruppe bestehend aus lauter Mädels angeschlossen & laufe seither täglich mein morgendliches Stündchen, um anschließend noch auf ein paar Milchkaffees in der Bar Costa einzukehren. Da ich meine Begleiterinnen mittlerweile etwas besser kennenglernt habe, ist es höchste Zeit, Abbitte zu leisten: Zumindest zwei von Ihnen sind herzensgute offene & liebe Menschen, die mich empfangen haben, als kennten wir uns schon aus der Sandkiste. Die morgendliche Runde möchte ich nicht mehr missen, auch wenn Eivissa manchmal sehr nah an Winterhude liegt.
Nach der heutigen vuelta verlagerte sich der Frühstücksclub auf die Terasse von Zeynep, die mit Mann, Kind, Hund & Mutter zusammenwohnt.
Die Hündin Ryam (mein Traum) hatte uns schon einige Mal beim Laufen begleitet & mir lebendig vor Augen geführt, daß es doch so etwas wie Ying & Yang geben mußte:
Zeynep, geständige Schokoholikerin & kurzweilige Plauderin hat die Gabe, sportliche Anstrengung in Lustwandeln abzumildern. Die Ruhe & Gelassenheit, die sie ausstrahlt, überträgt sich unweigerlich auf alle Anwesenden außer auf Ryam: Schnell wie ein Pfeil saust sie mal hier-, mal dorthin, um plötzlich aus dem Unterholz hervorzubrechen & alle (inklusive der gelegentlich vorbeifahrenden Autos) fröhlich anzuspringen. Ryam ist durch ihren unstillbaren Bewegungshunger so hager, daß man auf ihren Rippen Xylophon spielen könnte. Die Ungestümheit der Jugend, könnte man vermuten.
Zeyneps Mutter wiederum ist eine freundliche rundliche Person mit hessisch-türkischem Zungenschlag, die - soweit ich das beurteilen kann, die Ruhe selbst ist. Ganz und gar nicht der Typ türkische Mama schaut sie dem Treiben einfach lächelnd zu.
Zeyneps Mann Harald auf der anderen Seite steht (wie der Hund) ständig unter Strom. Das Telefon mit dem Ohr verwachsen g'schaftelt er umeinander, daß die Zeit selbst in Eile geraten könnte.Harald & Zeynep erwecken den Eindruck, als träfe der Rote Blitz auf Kassiopeia aus Momo - ein großartiges Gespann.
Nach der heutigen vuelta verlagerte sich der Frühstücksclub auf die Terasse von Zeynep, die mit Mann, Kind, Hund & Mutter zusammenwohnt.
Die Hündin Ryam (mein Traum) hatte uns schon einige Mal beim Laufen begleitet & mir lebendig vor Augen geführt, daß es doch so etwas wie Ying & Yang geben mußte:
Zeynep, geständige Schokoholikerin & kurzweilige Plauderin hat die Gabe, sportliche Anstrengung in Lustwandeln abzumildern. Die Ruhe & Gelassenheit, die sie ausstrahlt, überträgt sich unweigerlich auf alle Anwesenden außer auf Ryam: Schnell wie ein Pfeil saust sie mal hier-, mal dorthin, um plötzlich aus dem Unterholz hervorzubrechen & alle (inklusive der gelegentlich vorbeifahrenden Autos) fröhlich anzuspringen. Ryam ist durch ihren unstillbaren Bewegungshunger so hager, daß man auf ihren Rippen Xylophon spielen könnte. Die Ungestümheit der Jugend, könnte man vermuten.
Zeyneps Mutter wiederum ist eine freundliche rundliche Person mit hessisch-türkischem Zungenschlag, die - soweit ich das beurteilen kann, die Ruhe selbst ist. Ganz und gar nicht der Typ türkische Mama schaut sie dem Treiben einfach lächelnd zu.
Zeyneps Mann Harald auf der anderen Seite steht (wie der Hund) ständig unter Strom. Das Telefon mit dem Ohr verwachsen g'schaftelt er umeinander, daß die Zeit selbst in Eile geraten könnte.Harald & Zeynep erwecken den Eindruck, als träfe der Rote Blitz auf Kassiopeia aus Momo - ein großartiges Gespann.
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dimarts, 29. abril 2008
Cavi canem
dimarts, 29. abril 2008
Habe ich schon erwähnt, daß ich mit fünf Hunden zusammenwohne? Ok, vor zwei Wochen waren es noch vier, aber das geht ja manchmal schneller als man denkt.
Der Pate der Familie ist der riesige Mastil Timon, uralt, taub & fast blind, dank seiner gut 100kg aber unübersehbar. Wenn man ihn streichelt & dabei ihn seine trüben braunen Augen schaut, denkt man direkt an das nächste Mal Händewaschen.
Der Chef im Ring ist ein deutscher Schäferhund mit dem passenden Namen Rex, der brav darüber wacht, daß kein Unbefugter den Hof betritt. Da er die hier ebenfalls wohnenden Pferde nicht ausstehen kann, muß er während deren Freigang an die Kette gelegt werden. Der Hund von Baskerville ist ein Dreck dagegen, auch wenn er eigentlich ganz lieb ist & nur spielen will.
Petus ist ein kleiner undefinierbarer Mischling & etwas einfältig, aber liebenswert. Er ist in allen Belangen unermüdlich & hat ebenfalls nicht viel für Pferde übrig. Seit er einen Tritt von Thalys, dem Hengst abbekommen hat, hält er allerdings einen (wenn auch unzureichenden) Sicherheitsabstand ein. Er ist der Ausbrecherkönig de Anwesens. Erst gestern habe ich ihn auf einem benachbarten Grundstück mit zwei Doberman-Weibchen gesehen – And das Ergebnis möchte ich gar nicht denken!
Chigún, das Wollknäuel ist der Neuzugang. Als vier ca. Wochen alter Mülltonnenfindling zu uns gestoßen, hat er sich schnell eingelebt & nimmt täglich ein gutes Pfund an Gewicht zu.
Auf seinem Speiseplan, der jeden Bodybuilder erblassen lassen würde, steht als Dessert alles, was in seine Reichweite kommt. Dazu gehören leider auch meine Schuhe, meine Beine & meine Frischwasserzufuhr. Er ist halt soooo süß! Und so tödlich mit seinen rasiermesserscharfen Zähnchen. Obwohl er die meiste Zeit in seinem Wassertrog verbringt, hat er einen recht strengen Geruch an sich – nasser Hund eben.
Mein besonderer Freund & Begleiter (& Beschützer vor dem alles verschlingenden Chingún) ist Kiku, ein schlauer drahtiger perro de mil leches. Pünktlich bei Sonnenaufgang höre ich, wie er über meine Veranda tappst, um mich zu begrüßen. Beim Joggen begleitet er mich auch gelegentlich & wenn er genug von der Pferde- bzw. Hühnerjagd hat, sitzt er treu auf meiner Türschwelle. Als nächstes werde ich ihm beibringen, die Zeitung zu holen. Dazu muß Kiku aber ernst lernen, das Auto mit Choke zu starten. Wird schon schiefgehen.
Wie sagte schon Craig Damrauer? Hund = Katze + Treue. Recht hat er.
Kiku:

Chigún:

Rex y Timón:

Petus:

Una de unas cientas de gallinas

Der Pate der Familie ist der riesige Mastil Timon, uralt, taub & fast blind, dank seiner gut 100kg aber unübersehbar. Wenn man ihn streichelt & dabei ihn seine trüben braunen Augen schaut, denkt man direkt an das nächste Mal Händewaschen.
Der Chef im Ring ist ein deutscher Schäferhund mit dem passenden Namen Rex, der brav darüber wacht, daß kein Unbefugter den Hof betritt. Da er die hier ebenfalls wohnenden Pferde nicht ausstehen kann, muß er während deren Freigang an die Kette gelegt werden. Der Hund von Baskerville ist ein Dreck dagegen, auch wenn er eigentlich ganz lieb ist & nur spielen will.
Petus ist ein kleiner undefinierbarer Mischling & etwas einfältig, aber liebenswert. Er ist in allen Belangen unermüdlich & hat ebenfalls nicht viel für Pferde übrig. Seit er einen Tritt von Thalys, dem Hengst abbekommen hat, hält er allerdings einen (wenn auch unzureichenden) Sicherheitsabstand ein. Er ist der Ausbrecherkönig de Anwesens. Erst gestern habe ich ihn auf einem benachbarten Grundstück mit zwei Doberman-Weibchen gesehen – And das Ergebnis möchte ich gar nicht denken!
Chigún, das Wollknäuel ist der Neuzugang. Als vier ca. Wochen alter Mülltonnenfindling zu uns gestoßen, hat er sich schnell eingelebt & nimmt täglich ein gutes Pfund an Gewicht zu.
Auf seinem Speiseplan, der jeden Bodybuilder erblassen lassen würde, steht als Dessert alles, was in seine Reichweite kommt. Dazu gehören leider auch meine Schuhe, meine Beine & meine Frischwasserzufuhr. Er ist halt soooo süß! Und so tödlich mit seinen rasiermesserscharfen Zähnchen. Obwohl er die meiste Zeit in seinem Wassertrog verbringt, hat er einen recht strengen Geruch an sich – nasser Hund eben.
Mein besonderer Freund & Begleiter (& Beschützer vor dem alles verschlingenden Chingún) ist Kiku, ein schlauer drahtiger perro de mil leches. Pünktlich bei Sonnenaufgang höre ich, wie er über meine Veranda tappst, um mich zu begrüßen. Beim Joggen begleitet er mich auch gelegentlich & wenn er genug von der Pferde- bzw. Hühnerjagd hat, sitzt er treu auf meiner Türschwelle. Als nächstes werde ich ihm beibringen, die Zeitung zu holen. Dazu muß Kiku aber ernst lernen, das Auto mit Choke zu starten. Wird schon schiefgehen.
Wie sagte schon Craig Damrauer? Hund = Katze + Treue. Recht hat er.
Kiku:

Chigún:

Rex y Timón:

Petus:

Una de unas cientas de gallinas

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Can Tobias
dimarts, 29. abril 2008
Da mußte ich mir doch glatt eine Träne verdrücken. Schaut mal, was meine Nachbarn gebastelt haben:




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Lieb Vaterland, magst ruhig sein.
dimarts, 29. abril 2008
Manchmal bin ich wohl deutscher als mir lieb ist.
Schwarze Füß, rote Fresse, güldenes Haar:


[verkehrt herum, ich weiß...]
Schwarze Füß, rote Fresse, güldenes Haar:


[verkehrt herum, ich weiß...]
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Cuadra real
dimarts, 29. abril 2008
Abel hat mir inzwischen verraten, daß es sich bei meinem "Türschild" um eine Antiquität von aristokratischer Provinienz handelt, wie das Wappen des spanischen Königshauses eindrucksvoll unterstreicht. Als Deutscher habe ich laut Abelito bestimmt burbonisches Blut in den Adern. Warum nicht? Vielleicht auch ein bißchen von Karl, dem Großen und von Drafi Deutscher.
Das Schild hing jedenfalls an einer Pferdebox & tat bestimmt mal den stolzen Namen Miguelito Juan Cabrón Vera Cruz de la Hoya Cardinal kund.
Bei meiner nächsten Traverse werde ich auf jeden Fall darauf achten, den Rücken geradezuhalten. Oder warum nicht zur Spanischen Hofreitschule auf dem zweiten Bildungsweg?
Das Schild hing jedenfalls an einer Pferdebox & tat bestimmt mal den stolzen Namen Miguelito Juan Cabrón Vera Cruz de la Hoya Cardinal kund.
Bei meiner nächsten Traverse werde ich auf jeden Fall darauf achten, den Rücken geradezuhalten. Oder warum nicht zur Spanischen Hofreitschule auf dem zweiten Bildungsweg?
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Alfredo almuerzo
dimarts, 29. abril 2008
Am Samstag war ich zu einer Party in Santa Eularia eingeladen. Der Spaß fand statt auf einer weitläufigen Dachterasse, von wo man das Meer im Rücken die Rambla überblicken konnte. Geladen hatte Alfredo, der mir ähnlich vor einem knappen Jahr seine Existenz in Barcelona hinter sich gelassen hatte, um auf Ibiza etwas Neues zu finden. Auf der Party wollte er alle Menschen, die er bis dahin liebgewonnen hatte zusammenbringen. Networking - Business
A paritr de las ocho (ab 20h) sollte das Abendessen, wie es angekündigt war, stattfinden. Abendessen? Spanier? Vor 22h würde wohl niemand auftauchen.
Von meinen lieben Nachbarn Angie & Abel, die ebenfalls geladen waren, war aber um 20.30h nichts mehr zu sehen, weswegen ich mich dann zügig auf den Weg machte, um (wie immer) als einer der ersten einzutreffen. Neben dem durchgeknallten Gereon aus Freiburg, der seltsam aber durchaus unterhaltsam war, hatten sich nur die äußerst sympathische Saskia mit ihren zwei engelsgleichen Kindern & eben meine Nachbarn eingefunden, um beim Aufbau helfen.
Prompt durfte ich in Begleitung der munter mal auf Spanisch, mal auf Deutsch schwatzenden Maria (blond, strahlend, acht Jahre alt) Eis besorgen, was mich der Idee der Vaterschaft durchaus ein Stückchen nähergebracht hat.
Bei unserer Rückkehr waren inzwischen weitere Gäste eingetroffen, die sich locker über die Dachterasse verteilt hatten.
In einer Ecke verarbeitete Abel tapfer seine frisch gepflückten Orangen zum reinsten Ambrosia, während Angie, in Manier der Grande Dame die Gäste miteinander bekannt machte. Alfredo war inzwischen geduscht & gästefertig & freute sich augenscheinlich über den guten Start seine Party. Seine Gäste im Alter von 6-60 (wie bei Ravensburger) vermischten sich immer wieder neu & amüsierten sich offensichtlich.
Etwas verblüfft war ich, als das Buffet eröffnet wurde. Zügig scherten sich alle um die Tische, um sich zu bedienen, ohne aber anschließend für die Übrigen den Platz zu räumen. Lautstark wurden Speisen & Erzeuger gerühmt, mal hier, mal dort probiert bis das Meiste verputzt war. Eine Bekannte erzählte mir die Woche vorher von der hunnenhaften Sittenlosigkeit der Ibicencos auf einem Kindergeburtstag, worauf ich derzeit nur mit Gelächter hatte antworten können. Ein klein wenig erinnerte mich die Szene aber schon an ein Essen bei den Simpsons. Die Schlacht am kalten Buffet forderte aber keine nennenswerten Opfer & peruanische, ecuadorianische wie ibizenkische Spezialitäten fanden ihren Weg in aller Mägen. An ungesalzenes Popcorn als Gemüsebeilage, blumig palomitas genannt, muß ich mich aber erst noch gewöhnen.
Die niedlichen Peruanerinnen/Ecuadorianerinnen aus dem ersten Stock hatte offensichtlich Gefallen an mir gefunden & mir nach erfolgreich bestandenem Interview (Wieheißtu?Woherkommstu?Wowohnstu?Wasmachstu?Wiealtbistu?) gleich ihre ledige Mitbewohnerin Noria näherbringen wollen, der diese Verkuppelung genauso unangenehm war wie mir. Nichtsdestotrotz haben wir uns prima unterhalten & uns darauf einigen können, daß es echt blöd ist, daß die Sonne im Winter so früh untergeht. Ganz im Gegensatz zu Ecuador, versteht sich! Dazu gesellten sich Leute aus dem Baskenland, aus Argentinien, von der Insel, aus Finnland & aus dem Nachbarhaus.
Ihr seht, selbst notorische Partymuffel wie ich lernen auf Ibiza viele nette Menschen kennen. Sind halt offene herzliche Menschen.
Kurz e Pause - Kiku kommt mich besuchen.
Die Rampensau in mir hat sich aber doch schon seit Längerem verabschiedet, sodaß ich mich nüchtern & fast unhöflich früh gegen Mitternacht davonmache - ¡que frió! Tengo que... mañana ;-). Dabei hätte ich mich doch eigentlich noch gern etwas mit der sympathischen Saskia unterhalten. Aber im Leben geschieht ja nichts durch Zufall, weswegen wir uns bestimmt bald wiederbegegnen. Wir alle...
A paritr de las ocho (ab 20h) sollte das Abendessen, wie es angekündigt war, stattfinden. Abendessen? Spanier? Vor 22h würde wohl niemand auftauchen.
Von meinen lieben Nachbarn Angie & Abel, die ebenfalls geladen waren, war aber um 20.30h nichts mehr zu sehen, weswegen ich mich dann zügig auf den Weg machte, um (wie immer) als einer der ersten einzutreffen. Neben dem durchgeknallten Gereon aus Freiburg, der seltsam aber durchaus unterhaltsam war, hatten sich nur die äußerst sympathische Saskia mit ihren zwei engelsgleichen Kindern & eben meine Nachbarn eingefunden, um beim Aufbau helfen.
Prompt durfte ich in Begleitung der munter mal auf Spanisch, mal auf Deutsch schwatzenden Maria (blond, strahlend, acht Jahre alt) Eis besorgen, was mich der Idee der Vaterschaft durchaus ein Stückchen nähergebracht hat.
Bei unserer Rückkehr waren inzwischen weitere Gäste eingetroffen, die sich locker über die Dachterasse verteilt hatten.
In einer Ecke verarbeitete Abel tapfer seine frisch gepflückten Orangen zum reinsten Ambrosia, während Angie, in Manier der Grande Dame die Gäste miteinander bekannt machte. Alfredo war inzwischen geduscht & gästefertig & freute sich augenscheinlich über den guten Start seine Party. Seine Gäste im Alter von 6-60 (wie bei Ravensburger) vermischten sich immer wieder neu & amüsierten sich offensichtlich.
Etwas verblüfft war ich, als das Buffet eröffnet wurde. Zügig scherten sich alle um die Tische, um sich zu bedienen, ohne aber anschließend für die Übrigen den Platz zu räumen. Lautstark wurden Speisen & Erzeuger gerühmt, mal hier, mal dort probiert bis das Meiste verputzt war. Eine Bekannte erzählte mir die Woche vorher von der hunnenhaften Sittenlosigkeit der Ibicencos auf einem Kindergeburtstag, worauf ich derzeit nur mit Gelächter hatte antworten können. Ein klein wenig erinnerte mich die Szene aber schon an ein Essen bei den Simpsons. Die Schlacht am kalten Buffet forderte aber keine nennenswerten Opfer & peruanische, ecuadorianische wie ibizenkische Spezialitäten fanden ihren Weg in aller Mägen. An ungesalzenes Popcorn als Gemüsebeilage, blumig palomitas genannt, muß ich mich aber erst noch gewöhnen.
Die niedlichen Peruanerinnen/Ecuadorianerinnen aus dem ersten Stock hatte offensichtlich Gefallen an mir gefunden & mir nach erfolgreich bestandenem Interview (Wieheißtu?Woherkommstu?Wowohnstu?Wasmachstu?Wiealtbistu?) gleich ihre ledige Mitbewohnerin Noria näherbringen wollen, der diese Verkuppelung genauso unangenehm war wie mir. Nichtsdestotrotz haben wir uns prima unterhalten & uns darauf einigen können, daß es echt blöd ist, daß die Sonne im Winter so früh untergeht. Ganz im Gegensatz zu Ecuador, versteht sich! Dazu gesellten sich Leute aus dem Baskenland, aus Argentinien, von der Insel, aus Finnland & aus dem Nachbarhaus.
Ihr seht, selbst notorische Partymuffel wie ich lernen auf Ibiza viele nette Menschen kennen. Sind halt offene herzliche Menschen.
Kurz e Pause - Kiku kommt mich besuchen.
Die Rampensau in mir hat sich aber doch schon seit Längerem verabschiedet, sodaß ich mich nüchtern & fast unhöflich früh gegen Mitternacht davonmache - ¡que frió! Tengo que... mañana ;-). Dabei hätte ich mich doch eigentlich noch gern etwas mit der sympathischen Saskia unterhalten. Aber im Leben geschieht ja nichts durch Zufall, weswegen wir uns bestimmt bald wiederbegegnen. Wir alle...
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divendres, 25. abril 2008
Alles Schweine - ¡que marranada!
divendres, 25. abril 2008
Zum Geburtstag habe ich mir das Handwörterbuch Spanisch mit dem blauen L auf gelbem Grund gekauft. Neben so unverzichtbaren Lemmata wie 'Zwinglianer' & 'Bier mit Schnaps drin' bietet das Heftchen Einiges aus den Kategorien F wie umgangssprachlich & V wie vulgär. Von Zeit zu Zeit stöbere ich darin nach Redewendungen & Ausdrücken, da das Spanische durchaus blumig & unterhaltsam ist.
Mittlerweile beschleicht mich allerdings das dumpfe Gefühl, daß entweder die Wörterbuchbearbeiter oder die Spanier schwer einen an der Waffel haben (estar chiflado): Auf jeder Buchseite finden sich ein gutes Dutzend Ausdrücke, die entweder 'Prostituierte', 'Schniepel' oder 'Saufen' bedeuten. Nichts als sex & drugs!
Bespiel gefällig?
flauta - 'Flöte'; auch 'Schwanz'; 'Nutte';
Fehlen nur noch die 'Sektflöte' & 'Du hast aber ein großes Handwörterbuch'.
Aber wie heißt es so schön? Y sonó la flauta - Glück muß der Mensch haben.
¡¡¡¿¿¿???!!!
¡Joder!
Mittlerweile beschleicht mich allerdings das dumpfe Gefühl, daß entweder die Wörterbuchbearbeiter oder die Spanier schwer einen an der Waffel haben (estar chiflado): Auf jeder Buchseite finden sich ein gutes Dutzend Ausdrücke, die entweder 'Prostituierte', 'Schniepel' oder 'Saufen' bedeuten. Nichts als sex & drugs!
Bespiel gefällig?
flauta - 'Flöte'; auch 'Schwanz'; 'Nutte';
Fehlen nur noch die 'Sektflöte' & 'Du hast aber ein großes Handwörterbuch'.
Aber wie heißt es so schön? Y sonó la flauta - Glück muß der Mensch haben.
¡¡¡¿¿¿???!!!
¡Joder!
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