diumenge, 23. setembre 2007
À bout de souffle
diumenge, 23. setembre 2007
No man's an island & if I were, I'd be fucking Ibiza! Ist er aber nicht. Und eine Insel ist Ibiza auch nicht; Ibiza ist ein Gebirgszug, zumindest vom Fahrrad aus betrachtet.
Aber was tut man nicht alles, nur weil Eine-bessere-Welt-ohne-Autos-Tag ist? Zumindest hat das Rad als hiesiges Transportmittel auch sein Gutes: Wenn ich am anvisiertem Strand mit wackelnden Knien absteige, ist es scheißegal, ob's dort regnet, ob's Quallen oder eine Ölpest gibt...
Wer weiß, aus welchem Film das obige Zitat stammt, bekommt eine Postkarte.
Aber was tut man nicht alles, nur weil Eine-bessere-Welt-ohne-Autos-Tag ist? Zumindest hat das Rad als hiesiges Transportmittel auch sein Gutes: Wenn ich am anvisiertem Strand mit wackelnden Knien absteige, ist es scheißegal, ob's dort regnet, ob's Quallen oder eine Ölpest gibt...
Wer weiß, aus welchem Film das obige Zitat stammt, bekommt eine Postkarte.
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I believe in miracles
diumenge, 23. setembre 2007
Meine Nachbarn sind zu Hot Chocolate übergegangen - der zweite Tag verlangt schließlich nach der zweiten CD. Ich nenne sie fortan die Best-ofs.
Über meinen Vorschlag wegen der Slims konnten sie nicht lachen...
Über meinen Vorschlag wegen der Slims konnten sie nicht lachen...
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dissabte, 22. setembre 2007
Ein paar Worte zur Funktion
dissabte, 22. setembre 2007
Die neuesten Beiträge werden hier auf der Titelseite angezeigt. Alles andere liegt unter Archiv/Themen (Button Mittelleiste).
Eines habe ich noch vergessen:
Gestern war Alzheimer-Tag.
Eines habe ich noch vergessen:
Gestern war Alzheimer-Tag.
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Madonna, come il piove!
dissabte, 22. setembre 2007
Was macht man bei schlechtem Wetter?
Gut, im Fernsehen läuft nix - das ist hier schließlich Spanien. Man macht in Kultur.
Nachdem ich gestern auf einem Patronatsfest in San Mateu war & mich mit Landwein aus dem Trinkbeutel & oreilletas (lecker Anis-Gebäck) habe füttern lassen, war das Muséu Etnografica de Eivissa fällig. Statt Karthager, Sarazenen, Mallorquinern gab's aber leider nur etwas Realienkunde der letzten 150 Jahre: Festgewänder, Messer, Keramikvasen & Kaffeemühlen. Und mörderische Olivenpressen, die aussehen wie Vorgänger der Dampfhämmer im Stahlwerk - Ruhrpöttler (& Saarländer?) werden ahnen, wo ich meinen tu.
Jedenfalls gehört zu der einen Presse ein 2,5t schwerer Holzbalken (5m x 1m x 1m). Aufgebaut ist diese "Original"-Presse in einer "Original"-Finca. Nota bene: Deren Türöffnungen sind selten größer als 1,8m x 0,8m.
Wie also ist dieses Ungetüm von Baum in dieses San Marino der Zimmer gelangt? Ich vermute, das Haus wurde beizeiten um den Baum herumgebaut. ;-)
Weitere Lösungsvorschläge bitte in die Kommentare.

[So viel hat's aber nicht geregnet.]
Gut, im Fernsehen läuft nix - das ist hier schließlich Spanien. Man macht in Kultur.
Nachdem ich gestern auf einem Patronatsfest in San Mateu war & mich mit Landwein aus dem Trinkbeutel & oreilletas (lecker Anis-Gebäck) habe füttern lassen, war das Muséu Etnografica de Eivissa fällig. Statt Karthager, Sarazenen, Mallorquinern gab's aber leider nur etwas Realienkunde der letzten 150 Jahre: Festgewänder, Messer, Keramikvasen & Kaffeemühlen. Und mörderische Olivenpressen, die aussehen wie Vorgänger der Dampfhämmer im Stahlwerk - Ruhrpöttler (& Saarländer?) werden ahnen, wo ich meinen tu.
Jedenfalls gehört zu der einen Presse ein 2,5t schwerer Holzbalken (5m x 1m x 1m). Aufgebaut ist diese "Original"-Presse in einer "Original"-Finca. Nota bene: Deren Türöffnungen sind selten größer als 1,8m x 0,8m.
Wie also ist dieses Ungetüm von Baum in dieses San Marino der Zimmer gelangt? Ich vermute, das Haus wurde beizeiten um den Baum herumgebaut. ;-)
Weitere Lösungsvorschläge bitte in die Kommentare.

[So viel hat's aber nicht geregnet.]
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Ibiza ist manchmal ganz schön scheiße
dissabte, 22. setembre 2007
Heute vormittag hat es für ein Stündchen geschüttet wie aus Eimern. Wahrscheinlich war es mehr Wasser als im ganzen bisherigen Sommer zusammen. Jedenfalls reichte der Regen spielend aus, um die drittweltige Kanalisation Santa Eularias komplett zu fluten. Eine Stadt wie Köln hat aus solchen Erfahrungen gelernt & die Kanalanlagen großzügig mit Rücklaufventilen ausgestattet. Santa Eularia nicht.
Ich spiele mit dem Gedanken, bei der Verwaltung eine Petition einzureichen, um die Hauptstraße in Cloaca Maxima umzubenennen.
Kein Scheiß,
vosotros Tobias
Ich spiele mit dem Gedanken, bei der Verwaltung eine Petition einzureichen, um die Hauptstraße in Cloaca Maxima umzubenennen.
Kein Scheiß,
vosotros Tobias
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Spanisch für Fortgeschrittene
dissabte, 22. setembre 2007
Das Spanische hält immer wieder schöne und blumige Ausdrücke bereit, die im Deutschen schon immer gefehlt haben:
tercermundisto - drittweltig (gerne im Zusammenhang mit unhaltbaren Zuständen)
seminuevo - halbneu = gebraucht
minosvalido - Minderwertiger = Behinderter
tercermundisto - drittweltig (gerne im Zusammenhang mit unhaltbaren Zuständen)
seminuevo - halbneu = gebraucht
minosvalido - Minderwertiger = Behinderter
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Thar he blows, arrrrrrgh
dissabte, 22. setembre 2007
Warum zeigen Männer in der Öffentlichkeit ihre nackten Bäuche?
Gut, am Strand oder auf dem Balkon ist es ja prima, aber warum abends beim Spaziergang oder im Restaurant?
Die Gastronomienetreiber, die sich der Walplage nicht ergeben haben, versuchen auf mehrerlei Art, Ihre Gäste behutsam an das Tragen von Kleidung heranzuführen:
* Der Klassiker unter den Schildern: No shirt, no shoes, no service!
(Die Liste sollte um das Tragen von Unterwäsche als Oberbekleidung erweitert werden. Ich habe Bermudas gesehen, mit denen ich nicht mal meine Fahrradkette reinigen würde.)
* In geschlossenen Räumen wird die Klimaanlage auf Polarnacht gestellt. Jeder, der nicht bis 3 den Skioverall angezogen hat, wird ein Opfer des ewigen Eises.
* mit hohem Unterhaltungsfaktor: Nacktmolche werden einfach nicht bedient.
Aber vielleicht ist eine Debatte um Werte & Statussymbole an mir vorbeigegangen?
Ist Bauch neuerdings wieder Statussymbol? Oder kann man von seiner Größe auf die Länge des Pillermanns schließen? Unterschätzen sollte man auf keinen Fall die atavistische Komponente: Einen guter Ernährer - nicht einen gut Ernährten - erkennt man an seiner Plauze.
Dann wäre der Bauch die neue Brieftasche
Gut, am Strand oder auf dem Balkon ist es ja prima, aber warum abends beim Spaziergang oder im Restaurant?
Die Gastronomienetreiber, die sich der Walplage nicht ergeben haben, versuchen auf mehrerlei Art, Ihre Gäste behutsam an das Tragen von Kleidung heranzuführen:
* Der Klassiker unter den Schildern: No shirt, no shoes, no service!
(Die Liste sollte um das Tragen von Unterwäsche als Oberbekleidung erweitert werden. Ich habe Bermudas gesehen, mit denen ich nicht mal meine Fahrradkette reinigen würde.)
* In geschlossenen Räumen wird die Klimaanlage auf Polarnacht gestellt. Jeder, der nicht bis 3 den Skioverall angezogen hat, wird ein Opfer des ewigen Eises.
* mit hohem Unterhaltungsfaktor: Nacktmolche werden einfach nicht bedient.
Aber vielleicht ist eine Debatte um Werte & Statussymbole an mir vorbeigegangen?
Ist Bauch neuerdings wieder Statussymbol? Oder kann man von seiner Größe auf die Länge des Pillermanns schließen? Unterschätzen sollte man auf keinen Fall die atavistische Komponente: Einen guter Ernährer - nicht einen gut Ernährten - erkennt man an seiner Plauze.
Dann wäre der Bauch die neue Brieftasche
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Schon wieder drei neue Dinge gelernt
dissabte, 22. setembre 2007
○ Mexikanerinnen sprechen das bessere Spanisch (Un saludo cordial a Anna qui quiere mejorar su Aleman aqui.). Nicht ich bin es, der die Sprache schlecht versteht, der Spanier & seine Aussprache sind schuld!
○ Wenn ich beim Einkauf nach einer bolsa frage, bitte ich statt um einen Plastikbüggel um eine Damenhandtasche.
○ Es gibt eine neue Best of CD von Phil Collins. Meine neuen Nachbarn lassen mich gern und oft daran teilhaben. Ansonsten sind sie sehr rücksichtsvoll: Zum Rauchen gehen sie tatsächlich vom Balkon ins Zimmer! Als Menschenfreund gehe ich davon aus, daß sie es tun, um die Nachbarn (MICH!) nicht zu belästigen. Vielleicht wollen sie kein μg Nikotin verschwenden, vielleicht ist auch nur der Balkon zu klein für zwei Personen plus Zigaretten.
Ich werde ihnen vorschlagen, es mal mit Slims zu versuchen.
○ Wenn ich beim Einkauf nach einer bolsa frage, bitte ich statt um einen Plastikbüggel um eine Damenhandtasche.
○ Es gibt eine neue Best of CD von Phil Collins. Meine neuen Nachbarn lassen mich gern und oft daran teilhaben. Ansonsten sind sie sehr rücksichtsvoll: Zum Rauchen gehen sie tatsächlich vom Balkon ins Zimmer! Als Menschenfreund gehe ich davon aus, daß sie es tun, um die Nachbarn (MICH!) nicht zu belästigen. Vielleicht wollen sie kein μg Nikotin verschwenden, vielleicht ist auch nur der Balkon zu klein für zwei Personen plus Zigaretten.
Ich werde ihnen vorschlagen, es mal mit Slims zu versuchen.
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divendres, 21. setembre 2007
divendres, 21. setembre 2007
wegen des folgenden bildes sollte das erste mal seit vielen jahren wieder jemand exkommuniziert werden.
außer einer grassierenden tomatenkrankheit & den üblichen drogensüchtigen bomben werfenden maghrebinern gibt die nachrichtenlage halt nicht so viel her.
nett ist allerdings das detail, daß das bild in einer kirche ausgestellt wird im rahmen einer kirchlich gesponsorten sammelaustellung - wer hat denn da wieder nicht aufgepaßt? ;-)
NACHTRAG 25.9.:
Nach Intervention des Bischofs & einem 100köpfigen Protest ist die Ausstellung vorzeitig beendet worden...

außer einer grassierenden tomatenkrankheit & den üblichen drogensüchtigen bomben werfenden maghrebinern gibt die nachrichtenlage halt nicht so viel her.
nett ist allerdings das detail, daß das bild in einer kirche ausgestellt wird im rahmen einer kirchlich gesponsorten sammelaustellung - wer hat denn da wieder nicht aufgepaßt? ;-)
NACHTRAG 25.9.:
Nach Intervention des Bischofs & einem 100köpfigen Protest ist die Ausstellung vorzeitig beendet worden...

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DNI, NIE, LMAA, MFG...
divendres, 21. setembre 2007
21.09.2007; 01:36:
Sollte ich bei Gelegenheit über deutsche Behörden schimpfen, erinnert mich ruhig daran, wie ich auf Ibiza meine Aufenthaltsgenehmigung beantragt habe:
In Foren & Ratgebern hatte ich mich schon im Vorfeld über alle vorzulegenden Dokumente informiert, Adressen wie Öffnungszeiten herausgesucht & mich auf einen langen entbehrungsreichen Tag bei der Ausländerbehörde eingestellt. Die Seiten des spanischen Außenministeriums gaben praktischerweise zwei Adressen & drei Telefonnmmern an. Eine der Adressen gab's zwar nicht, aber dafür ging auch nur unter einer Nummer jemand an den Apparat. Was mir die Dame am Telefon mitzuteilen versuchte, wird mir allerdings auf ewig verborgen bleiben.
Also nahm ich meinen Mut, alle Dokumente & die erforderliche Anzahl an Kopien (samt deren Kopien) zusammen, um gegen 8h am nächsten Morgen bei der Oficina de Extranjeros aufzulaufen. http://www.mallorca-pro.de/Steuerrecht/steuernummer.htm (kein Witz!) riet, ruhig etwas früher aufzulaufen. Da die Behörde im Yachthafen liegt & es durchaus trostlosere Orte für einen Sonnenaufgang gibt, machte ich mir keine Gedanken, daß ich der einzige Bittsteller war. Als ich eine Stunde später aber immer noch allein dastand & in den Büros alles dunkel blieb, rief ich noch mal das Fräulein von Amt an. Was vom Gespräch blieb, waren die Erkenntnis, daß der Dieter der Thomas der Heck ein Lahmarsch ist & die zwei Worte Policía Nacionál.
Das Touristenbüro schickte mich darauf zu einer dritten Adresse in einem hübsch trostlosen Gewerbegebiet, wo in drei Reihen Unglückliche um eine Baracke Schlange standen. Hier war ich offensichtlich richtig...
Um die Geschichte etwas zu raffen:
Nach zwei Stunden unter (S)Ibizas sengender Sonne & entbehrungsreichen Gesprächen mit stark alkoholisierten Residenten (Scheiß Zigeuner! Haben die denn kein Zuhause?) stand ich tatsächlich in der Polizeistation. Drinnen war's wenigstens nicht so kühl wie draußen. Hinter seinem Schreibtisch zerfloß ein Polizist in seiner Synthetik-Uniform & bedeutete mir nach einer weiteren Stunde, daß ich dran sei. Selbstsicher schichtete ich alle Formulare, Nachweise & Photos vor ihm auf. Daß er nicht zum x-ten Mal an diesem Tag seine originál y fotocopia-Litanei abspulen mußte, freute ihn wie mich, worauf er mich an eine Kollegin im Nachbarraum verwies - Oh Malle-Pro, Du leuchtend Weg!
Leider war's in diesem Moment vorbei mit der Eintracht.
Wie lange ich denn auf Ibiza zu bleiben gedenke? Auf die Antwort 6 Monate folgte der GAU: Dann müssen Sie nicht die NIE, sondern ein DNI beantragen. Laut Außenmin & Honorarkonsulat besteht dazwischen kein nennenswerter Unterschied, aber wie kann ein königliches Dekret schon gegen eine Schalterbeamtin ankommen?
Folglich wurde ich mit neuen Formularen & dem originál y fotocopía-Segen entlassen. Vielleicht war es aber auch nicht sonderlich klug von mir, die Dame auf Ihre eigenen Richtlinien hinzuweisen.
Also zurück in die Stadt, Formulare ausfüllen, Gebühren bezahlen, mehr Photos & fotocopias machen.
Eine Stunde später stand ich wieder von der Baracke & fühlte mich unweigerlich an Kafkas Schloß erinnert.
Wie ich mich an den Schlangen vorbeidr ückte, lernte ich viele neue Schimpfwörter kennen; Señor Originál y fotocopia winkte mich tatsächlich durch & nach rekordverdächtigen 2 min saß ich im Allerheiligsten.
Aus dem Papierberg, den ich vor einer anderen kooperationswilligeren Dame auftürmte, wurden zwei Blätter gesichtet & gestempelt.
Den ganzen Kram hätte ich doch gar nicht mitzubringen brauchen...
Ich freu mich schon auf den 19.10.: Dann darf ich bei der Polizei meine tarjeta de residencía (Anwohnerausweis) abholen...
Ein Konto habe ich übrigens noch am selben Tag eröffnet. Fotokopien mußte ich keine beibringen, mir aber drei Stücke der neuen U2-CD anhören. Da ging's bei der Polizei wirklich humaner zu.
Sollte ich bei Gelegenheit über deutsche Behörden schimpfen, erinnert mich ruhig daran, wie ich auf Ibiza meine Aufenthaltsgenehmigung beantragt habe:
In Foren & Ratgebern hatte ich mich schon im Vorfeld über alle vorzulegenden Dokumente informiert, Adressen wie Öffnungszeiten herausgesucht & mich auf einen langen entbehrungsreichen Tag bei der Ausländerbehörde eingestellt. Die Seiten des spanischen Außenministeriums gaben praktischerweise zwei Adressen & drei Telefonnmmern an. Eine der Adressen gab's zwar nicht, aber dafür ging auch nur unter einer Nummer jemand an den Apparat. Was mir die Dame am Telefon mitzuteilen versuchte, wird mir allerdings auf ewig verborgen bleiben.
Also nahm ich meinen Mut, alle Dokumente & die erforderliche Anzahl an Kopien (samt deren Kopien) zusammen, um gegen 8h am nächsten Morgen bei der Oficina de Extranjeros aufzulaufen. http://www.mallorca-pro.de/Steuerrecht/steuernummer.htm (kein Witz!) riet, ruhig etwas früher aufzulaufen. Da die Behörde im Yachthafen liegt & es durchaus trostlosere Orte für einen Sonnenaufgang gibt, machte ich mir keine Gedanken, daß ich der einzige Bittsteller war. Als ich eine Stunde später aber immer noch allein dastand & in den Büros alles dunkel blieb, rief ich noch mal das Fräulein von Amt an. Was vom Gespräch blieb, waren die Erkenntnis, daß der Dieter der Thomas der Heck ein Lahmarsch ist & die zwei Worte Policía Nacionál.
Das Touristenbüro schickte mich darauf zu einer dritten Adresse in einem hübsch trostlosen Gewerbegebiet, wo in drei Reihen Unglückliche um eine Baracke Schlange standen. Hier war ich offensichtlich richtig...
Um die Geschichte etwas zu raffen:
Nach zwei Stunden unter (S)Ibizas sengender Sonne & entbehrungsreichen Gesprächen mit stark alkoholisierten Residenten (Scheiß Zigeuner! Haben die denn kein Zuhause?) stand ich tatsächlich in der Polizeistation. Drinnen war's wenigstens nicht so kühl wie draußen. Hinter seinem Schreibtisch zerfloß ein Polizist in seiner Synthetik-Uniform & bedeutete mir nach einer weiteren Stunde, daß ich dran sei. Selbstsicher schichtete ich alle Formulare, Nachweise & Photos vor ihm auf. Daß er nicht zum x-ten Mal an diesem Tag seine originál y fotocopia-Litanei abspulen mußte, freute ihn wie mich, worauf er mich an eine Kollegin im Nachbarraum verwies - Oh Malle-Pro, Du leuchtend Weg!
Leider war's in diesem Moment vorbei mit der Eintracht.
Wie lange ich denn auf Ibiza zu bleiben gedenke? Auf die Antwort 6 Monate folgte der GAU: Dann müssen Sie nicht die NIE, sondern ein DNI beantragen. Laut Außenmin & Honorarkonsulat besteht dazwischen kein nennenswerter Unterschied, aber wie kann ein königliches Dekret schon gegen eine Schalterbeamtin ankommen?
Folglich wurde ich mit neuen Formularen & dem originál y fotocopía-Segen entlassen. Vielleicht war es aber auch nicht sonderlich klug von mir, die Dame auf Ihre eigenen Richtlinien hinzuweisen.
Also zurück in die Stadt, Formulare ausfüllen, Gebühren bezahlen, mehr Photos & fotocopias machen.
Eine Stunde später stand ich wieder von der Baracke & fühlte mich unweigerlich an Kafkas Schloß erinnert.
Wie ich mich an den Schlangen vorbeidr ückte, lernte ich viele neue Schimpfwörter kennen; Señor Originál y fotocopia winkte mich tatsächlich durch & nach rekordverdächtigen 2 min saß ich im Allerheiligsten.
Aus dem Papierberg, den ich vor einer anderen kooperationswilligeren Dame auftürmte, wurden zwei Blätter gesichtet & gestempelt.
Den ganzen Kram hätte ich doch gar nicht mitzubringen brauchen...
Ich freu mich schon auf den 19.10.: Dann darf ich bei der Polizei meine tarjeta de residencía (Anwohnerausweis) abholen...
Ein Konto habe ich übrigens noch am selben Tag eröffnet. Fotokopien mußte ich keine beibringen, mir aber drei Stücke der neuen U2-CD anhören. Da ging's bei der Polizei wirklich humaner zu.
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